Kindergarten und Vorschule

Gemeinsam wagen – Geborgen wachsen

Im Kindergarten sind rund 100 Kinder untergebracht. Jede Gruppe wird von einem/r deutschsprachigen Erzieher*in geleitet und von einer Assistentin unterstützt. Die Gruppen haben 16–20 Kinder.

Wir verfügen über einen großen Krippenraum, drei Gruppenräume im Kindergarten sowie zwei  Vorschulräume, einen Sanitärtrakt und ein schönes Freigelände.

Der Spracherwerb ist ein wichtiger Punkt in unserer Bildungsarbeit. Es begegnen sich nicht nur unterschiedliche Sprachen, sondern auch Kulturen.

Das Kind mit seinen Bedürfnissen, Erfahrungen und Interessen ist uns wichtig. Unsere Planung wird von der Lebenssituation der Kinder und ihrer Familien mitgeprägt. Die Zusammenarbeit mit den Eltern und deren Unterstützung sind uns ein Anliegen.

Unser Bild vom Kind
Jedes Kind ist auf seine eigene Art und Weise einzigartig. Jedes Kind hat Stärken, Schwächen, Talente und Besonderheiten. Wir begleiten die Kinder beim „Großwerden“ und fördern sie, eigenständig zu agieren, Empathie zu entwickeln und Frustrationstoleranz zu lernen. Wir fördern die Kinder in allen Entwicklungsbereichen und dabei, die Welt mit allen Sinnen zu entdecken.

Ein Kind braucht Raum und Zeit, um sich frei zu entfalten zu können!

  • Unser Team
  • Nimmt das individuelle Kind mit all seinen Stärken und Schwächen an.
  • Begibt sich auf seine Höhe, um die Welt mit seinen Augen sehen zu können.
  • Gibt dem Kinde Raum und Zeit, um seine Persönlichkeit zu entwickeln.
  • Bezieht das Kind mit ein, indem es seine Fähigkeiten berücksichtigt.
  • Unterstützt es, diese Fähigkeiten durch Impulse und Förderung zu erweitern.
  • Steht für Toleranz und Offenheit.
  • Zeigt dem Kind die Vielfalt, welche die Welt zu bieten hat.

Kindergartenleitung

kindergarten@dbsaa.de

Kleonike Chrissochou

Unsere Kindergartengruppen

Mäuschengruppe

Die Mäuschengruppe

Gruppenleiterin: Jamila Hinz

Assistentinnen: Yeshihareg Gebre, Heimanot Seifu

Die Zebragruppe

Gruppenleiterin: Elshaday Mechelke
Assitentinnen: Hemen Legesse, Mekdes Belay, Praktikantin: Ezana Breuer

Die Elefantengruppe

Gruppenleiter: Aurelio Macone

Assistentin: Meskerem Naga, Praktikantin: Mia Mercedes Müther

Kindergarten Faultiergruppe

Die Faultiergruppe

Gruppenleiterin: Antonia Kerrom
Assistentin: Birtukan Getaneh

Kindergarten Löwengruppe

Unsere Löwengruppe

Gruppenleiterin: Bisrat Melaku-Wolde

Assistentinnen: Meseret Cheru, Charlotte Macone

Kindergarten Honigdachsgruppe

Unsere Honigdachsgruppe

Gruppenleiter: Matthias Preiss

Assistentinnen: Rediet Nigussie, Emy Roman

Pädagogisches Konzept

Unsere Arbeit orientiert sich am „Qualitätsrahmen für Kindergarten und Vorschule an Deutschen Schulen im Ausland“ sowie am Thüringer Bildungsplan. Dieser geht von den individuellen Bildungsansprüchen des Kindes aus.

Im Jahr 1840 wurde der erste Kindergarten der Welt in Bad Blankenburg eröffnet. Somit ist der Kindergarten eine Thüringer Erfindung. Unser Kindergarten hat einen familienergänzenden Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag und ermöglicht Kindern Erfahrungen über den Familienrahmen hinaus.

Für jeden Bildungsbereich werden zentrale Schwerpunkte und Bildungsaufgaben gesetzt:

  • Sprachliche und schriftliche Bildung
  • Naturwissenschaftliche Bildung
  • Musikalische Bildung
  • Mathematische Bildung
  • Künstlerisch-ästhetische Bildung
  • Motorische und gesundheitliche Bildung
  • Soziokulturelle, moralische und ethische Bildung

Unser Konzept basiert auf altersgemischten, teiloffenen Gruppen.

Jedes Kind hat seinen festen Platz in seiner Stammgruppe. Dort feiert es gemeinsam mit den Kindergartenfreunden Geburtstag und trifft sich täglich zum Morgenkreis. Die pädagogischen Angebote finden teilweise in der Stammgruppe und teilweise gruppenübergreifend statt. In der Freispielzeit dürfen die Kinder die Spielbereiche der anderen Gruppen nutzen, Freunde*innen besuchen oder schauen, was andere Erzieher*innen anbieten. Wir fördern damit die Entscheidungsfähigkeit, Selbständigkeit und Selbsttätigkeit der Kinder.

Sie finden sich schnell im ganzen Haus zurecht und lernen viele Spiel- und Lernmöglichkeiten kennen. Ihr Sozialverhalten wird geschult, da sie mit unterschiedlichen Kindern und Erwachsenen in Kontakt kommen.

Kinder lernen mit allen Sinnen. Es nimmt aufmerksam und konzentriert sein Umfeld wahr, verbindet diese mit Bewegungen, Forschen, Handeln und Spielen. Das kindliche Spiel gestaltet den Alltag der Kinder. Unsere Aufgabe als pädagogische Fachkräfte ist es, wahrzunehmen, was die Kinder bewegt und wie sie dies in ihrem Spiel ausdrücken. Wir nehmen an den Entdeckungen der Kinder teil und geben Impulse zum vertieften Spiel. Das Beobachten, Reflektieren und Dokumentieren erschließt uns die Themen der Kinder und gibt die Möglichkeit, den Lern- und Bildungsprozess individuell zu unterstützen.

Kinder benötigen Gelegenheiten, Unterstützung und ergänzende Impulse, um ihr Bild von der Welt formen zu  können. Eigenständig gefundene Lösungen bringen Erfolgserlebnisse und eine positive Lernhaltung, die sie  über das Kindergartenalter hinaus prägen.

Wir nehmen die Kinder ernst, begleiten und unterstützen sie, zu selbstbestimmten Individuen heranzuwachsen.

Tagesablauf im Kindergarten

Wir wollen, dass sich Kinder bei uns wohlfühlen und in einer harmonischen Atmosphäre der Geborgenheit und Ruhe den Tag verbringen. Deshalb legen wir Wert auf einen strukturierten und gut organisierten Tag.

Die Kinder werden in ihren Gruppen begrüßt.7:30 - 8:00
Gemeinsames Essen des mitgebrachten Frühstücks Bewegungsspiele im Freien8:00 - 8:30
Sprachförderung: täglich eine Stunde für 4-5-jährige, täglich zwei Stunden für Vorschulkinder8:30 - 10:00
Morgenkreis: Begrüßung, Erläuterung des Tagesablaufes, Angebote in Projekten; Vorschulunterricht...9:00
Trinkpause – Obstpause10:45
Freispiel und Bewegung im Garten; Rollenspiele im Freien11:00
Verabschiedung der Kinder12:50
  • Wöchentlich einmal in jeder Gruppe:
  • Sport, Musikalische Früherziehung, Kreativerziehung, Rollenspiele

Ganztagsbetreuung

Wir bieten Im Kindergarten 72 Plätze zurr Ganztagsbetreuung bis 16 Uhr. Die Kinder bekommen ein ausgewogenes Mittagessen. Wir legen Wert auf die Zahnpflege und eine Ruhepause. In dieser Zeit können die Kinder Geschichten hören oder sich Bücher anzuschauen. Nicht nur die Jüngsten nutzen diese Zeit für einen Mittagsschlaf.

Nach der Vesperzeit gibt es in kleinen Gruppen Sprachförderung. Kreisspiele, Rollenspiele sowie Karten- und Würfelspiele gestalten den Nachmittag. Zusätzlich zum regulären Angebot, bieten unsere Assistentinnen jeden Dienstag die AG „Äthiopische Kultur und Sprache“ an.

Gemeinsames Mittagessen11:30
Mittagsruhe, eigenständiges Beschäftigen mit Büchern, Hören von Geschichten und Hör-CD´s13:00 - 14:00
Nachmittags-Snack14:00 - 14:30
Freispiel, themenbezogene Angebote, Aktivitäten, Projektarbeit in den Gruppenräumen, Sprachförderung in kleinen Gruppen14:30 - 16:00
Abholzeit Verabschiedung der Kinder16:00

Sprachförderung

An der DBSAA wächst die Zahl der Kinder, deren Erstsprache nicht Deutsch ist. Die Ursache hierfür ist die Öffnung der Schule für äthiopische Kinder und die zunehmende Internationalisierung. Um diese Kinder bestmöglich beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen, setzt die gezielte Sprachförderung bereits im Kindergarten ein.
Im ersten Kindergartenjahr werden die 2-3-Jährigen mit den Gegebenheiten des Kindergarten-Alltags vertraut gemacht. Ab dem 2. Kindergartenjahr erhalten die Kinder gezielten Sprachunterricht von einer ausgebildeten DaF-Lehrkraft, die täglich eine Stunde mit den Kindern arbeitet. Im Vorschuljahr wird der Unterricht intensiviert. Die Vorschüler erhalten 10 Wochenstunden „Sprachförderung“ im speziell dafür ausgestatteten DaF-Raum der Grundschule. Die Ausstattung wurde uns ermöglicht durch Zuwendungen aus der „Partnerschulinitiative“ (PaSch) des Auswärtigen Amtes.
Die Kinder arbeiten mit dem Sprachförder-Programm KonLab – ein Programm zur frühkindlichen Sprachförderung von Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen sowie für Kinder mit Migrationshintergrund, aber auch für deutschsprachige Kinder im Ausland. KonLab wurde von einem Schweizer Wissenschaftler entwickelt und orientiert sich am normalen Sprachentwicklungsprozess des Kleinkindes.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Eltern und das pädagogische Personal arbeiten bei der Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes eng zusammen. Um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu gewährleisten, wird das Gespräch zwischen den Eltern und Erziehern gesucht.
Zum einen durch die „Gespräche zwischen Tür und Angel“, bei denen die Eltern und Erzieher täglich kurze Informationen austauschen können. Zum anderen besteht die Möglichkeit, Einzelgespräche zu führen. Diese Gespräche werden vom pädagogischen Team gewünscht und gefördert. Hierbei werden die Eltern über den Stand des Lern- und Entwicklungsprozesses ihres Kindes informiert. Dazu gehört ein Anamnesegespräch, ein Eingewöhnungsgespräch und einmal im Jahr ein ausführliches Entwicklungsgespräch.

Die Eltern unterstützen diesen Prozess, indem sie die Erzieher offen über Veränderungen in der Familie, dem sozialen Umfeld oder über Erziehungsschwierigkeiten informieren. Die Eltern werden regelmäßig über die Aktivitäten innerhalb der Kinderkrippe informiert. Dies erfolgt über Aushänge und Ankündigungen. Ideen und Vorschläge der Eltern werden gerne entgegengenommen und sind erwünscht.

Rolle der Erzieher

Unterstützung der Kinder beim Erwerb aller Kompetenzen durch:
– Förderung und Entwicklung von positivem Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
– Unterstützung der Neugierde und Förderung individueller Interessen
– Entwicklung von Vorlieben beim Spiel und anderen Beschäftigungen
– Wahrnehmung und Ausdruck der eigenen Bedürfnisse und Gefühle
– die soziale Eingebundenheit innerhalb der Gruppe, sich dazugehörig, geliebt und respektiert zu fühlen
– die altersgemäße Unterstützung und Förderung der Selbstständigkeit
– Schaffung von Freiraum, in dem das Kind entscheiden kann, was es tun will und auf welche Art und Weise
– das Erlernen, Eigenverantwortung für sein Handeln zu übernehmen
– die Erfahrung, dass Aufgaben und Probleme aus eigener Kraft gelöst werden können
– die Entdeckung des eigenen Rhythmus zwischen Aktivität und Entspannung
– Förderung und Entwicklung aller Sinne wie Sehen, Hören, Tasten, Riechen, Schmecken
– Gedächtnisschulung z.B. durch Nacherzählen von Geschichten und zurückliegenden Ereignissen
– Förderung von Fantasie und Kreativität
– die Möglichkeit, Freude an der Bewegung zu erleben und den Bewegungsdrang auszuleben
– die Erfahrung, über Rhythmik und Tanz ein positives Körpergefühl zu entwickeln

Schlafen, Wickeln, Essen

Schlafen
Die gemeinsame Schlaf- und Ruhephase ist von 12.30 bis 14.00 Uhr. Das Einschlafen kann durch mitgebrachte Kuscheltiere, Schnuller usw. erleichtert werden. Die Schlafsituation wird vom pädagogischen Personal begleitet.

Wickeln, Pflege
Beim Wickeln richten wir uns ganz nach dem Rhythmus der Kinder. Die Windeln, zusätzliche Pflegemittel und Wechselwäsche bringen die Eltern mit.

Essen
Jedes Kind erhält ein Mittagessen, welches bei Bedarf auch püriert werden kann.

Pädagogische Aktivitäten / Angebote

Wir wollen die Kinder ganzheitlich fördern und ihre aktuellen Interessen aufgreifen. Das Freispiel ist vorrangig und nimmt den größten Teil des Tagesablaufs ein. Bei angeleiteten Angeboten wird berücksichtigt, auf welchem Entwicklungsstand sich die einzelnen Kinder befinden und, ob das Interesse vorhanden ist. Angebote finden in regelmäßigen Abständen statt. Eine gezielte Beschäftigung dauert ca. 10 – 20 Minuten, je nachdem wie lange das Interesse besteht, wann Möglichkeiten ausgeschöpft sind und ob die Konzentration noch vorhanden ist. Dabei ist uns sehr wichtig, dass die Kinder innerhalb einer Beschäftigung viel Freiraum bekommen und ihre eigenen Ideen einbringen können.

Mäuschen-Krippengruppe

Aufnahme: Mit Vollendung des 1. Lebensjahres kann ihr Kind in der Krippengruppe aufgenommen werden. Ihr Kind verbleibt dann 2 Kindergartenjahre in dieser Gruppe. Ein Wechsel des Kindes in den Kindergarten ist immer erst mit Beginn des neuen Kindergartenjahres und im Alter von 3 Jahren im August des jeweiligen Kalenderjahres möglich.

Aufnahmebedingungen sind die gleichen wie im Kindergarten.

Öffnungszeiten: 7:30 – 15:30 Uhr

Personal:
1 staatlich anerkannte Erzieherin
1 Fachkraft für Kleinkindpädagogik
1 Erzieherin im Anerkennungsjahr
1 Wickelhilfe

Personalschlüssel: 1:6 bis 1:8
Eingewöhnung: Berliner Modell
Gruppengröße: max. 12

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